Standortsicherung statt Postenschacher

Donnerstag, 05. Oktober 2006, 09:33 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

"Nach den schmerzvollen Verlusten vieler Klein- und Mittelbetriebe und somit auch hunderter Arbeitsplätze an andere Gemeinden, wird es Zeit, dass Innsbrucks Bürgermeisterin Hilde Zach ihre ganze Energie dafür verwendet, den Wirtschaftsstandort Innsbruck zu sichern", meint SP-Gemeinderat Helmut Buchacher und nennt als Beispiele das Postverteilerzentrum, Kreidl-Stahlbau und die Tirol Milch. Er verlangt ein Standortkonzept, das nicht nur "Antworten zu Betriebsansiedlungen gibt und Maßnahmen zur Erhaltung bestehender Betriebe beinhaltet, sondern auch Bilanz über die Gewinn und Verluste von Arbeitsplätzen legt".

"Allein die vielen leeren Geschäfte in Innsbruck müssten der Frau Bürgermeister zu denken geben", sagt der SP-Wirtschaftssprecher und verweist auf St. Veit an der Glan, wo leere Geschäfte über die Stadt angemietet und nach einem Branchenmix-Konzept an JungunternehmerInnen zu günstigen Konditionen weitervermietet werden. Ähnliches sei auch für Innsbruck vorstellbar.

"Die fast 100 ArbeiterInnen der Tirol-Milch samt ihren Familien werden jedenfalls hoffnungsvoll den Bemühungen der Frau Bürgermeister entgegensehen, wenn sie diesen mit gleichem Einsatz Arbeitsplätze in Innsbruck beschafft, wie im Versorgungsfall Bielowski mit seiner ´langjährigen, unternehmerischen Vergangenheit`", so Buchacher.

"Die Arbeitsplatzzusicherung für die betroffenen Tirol-Milch-MitarbeiterInnen am Standort Wörgl mag aus Sicht des Betriebs ernst und gut gemeint sein, bedeutet allerdings für die MitarbeiterInnen einen tägliche Zusatzbelastung von mehr als 150 Kilometer. Und: Es kann nicht im Sinne der Stadt sein, Wirtschaftsbetriebe und Arbeitsplätze widerstandslos ziehen zu lassen“" so Buchacher abschließend.

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