Nachmittagsbetreuung nur für jedes 33. Schulkind

Dienstag, 03. Oktober 2006, 22:37 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

Mehr als nur kleine Startschwierigkeiten sieht die GRÜNE Bildungssprecherin Elisabeth Wiesmüller bei der Einführung der schulischen Nachmittagsbetreuung. Die von Landesrat Koler genannte Zahl von 2.000 Kindern entspricht lediglich 3,2 Prozent der insgesamt 62.000 Tiroler PflichtschülerInnen. Das heißt, dass momentan nur für jedes 33. Schulkind eine Nachmittagsbetreuung angeboten wird.

"Bei diesem mageren Ergebnis ist zu hoffen, dass Landesrat Koler die groben Mängel nicht weiter klein redet, sondern sich im laufenden Schuljahr um deren Behebung kümmert. Es braucht eine möglichst flexible, bedarfsgerechte und flächendeckende Nachmittagsbetreuung," bekräftigt die GRÜNE Bildungssprecherin. Das Gelingen der Nachmittagsbetreuung hänge wesentlich vom stärkeren Engagement des Landes ab.

Das Beispiel Götzens zeigt für die GRÜNE Landtagsabgeordnete, dass der reale Bedarf bisher verschleiert wird. Eine von der dortigen GRÜNEN Gemeinderätin bereits vor 2 Jahren durchgeführte Bedarfserhebung hat ergeben, dass sich 50 Eltern eine Nachmittagsbetreuung wünschen. Die Hälfte davon mehr als 3 mal pro Woche. "Seit kurzem ist klar, es wird keine Nachmittagsbetreuung in Götzens geben. Es haben sich nur noch 6 Kinder angemeldet. Die Eltern haben angesichts des Chaos, der Unklarheiten und der unattraktiven Rahmenbedingungen andere Betreuungswege bevorzugt," so die GRÜNE Bildungssprecherin.

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