Trotz Gewinne werden Arbeitsplätze bei Tirol Milch vernichtet

Dienstag, 03. Oktober 2006, 08:39 Uhr

Beitrag von: O-PT-S

"Die Wahl ist vorbei und die neue Tagesordnung heißt wiederum Arbeitsplatzvernichtung", so Josef Stingl, stv. Bundesvorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB), zu den Plänen der "Tirol Milch" die Produktionstandort Innsbruck aufzulassen und mit Wörgl zusammen zu legen.

Innsbruck soll aber als Unternehmenssitz erhalten blieben, denn der "Wasserkopf", nämlich die Geschäftsführung, das Marketing und die Verwaltung, haben es sich gerichtet, sie bleiben unangetastet in Innsbruck. Eine Konzentration von Produktion und Logistik am Standort Wörgl sei hingegen durchaus wirtschaftlich, heißt es aus der Tirol Milch. Oberstes Ziel sei der Erhalt des Unternehmens als selbständiges Unternehmen. Dafür müsse man auch wirtschaftlich nachhaltige Entscheidungen treffen.

"Zwischen den Zeilen gelesen, fasse ich die Worte Konzentration und wirtschaftlich nachhaltige Entscheidungen als die versteckte Ankündigung eines größeren Arbeitsplatzabbaus auf", so Stingl. "Und das obwohl der Betrieb wirtschaftlich gesund ist und Tirol Milch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 0,4 auf 1,7 Mill. Euro erhöhen konnte."

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