"Von einem großen Wurf kann beim neuen Kinderbetreuungskonzept des Landes wirklich nicht die Rede sein", wettert die als Mutter selbst betroffene Angie Eberl, Ersatz-GR der SPÖ Wilten. "Nichts wird besser, nur einiges schlechter!" zeigt sich Eberl über die als Fortschritte verkauften Änderungen bestürzt.
So wird um die Öffnungszeiten der Kindergärten kostengünstig zu verlängern einfach im neuen Dienstrecht bei den bezahlten Vorbereitungsstunden gespart. Die Qualität der Betreuung wird sinken, die Kinder werden nur noch gehortet.
Aber auch die ungerechte Förderpolitik für Vereine die unter 2½ jährige Betreuen bleibt im neuen Konzept erhalten. Das sind nur zwei von vielen Beispielen für die Visionslosigkeit in diesem Konzept.
"Weichenstellungen für die Zukunft sind hier nicht zu erkennen", sagt Eberl. "Andere Staaten und auch Bundesländer zeigen hier viel mehr Mut zu Visionen. Wir in Tirol bewegen uns im Schneckentempo, wo eigentlich 160km/h nötig wären", meint Eberl abschließend.